30.05.2017

Wenn Heuschnupfen auf die Blase geht

Mitten im Frühling angekommen, werden die Tage länger, die Sonne kommt aus ihrem Versteck und auch Wald und Wiesen tragen wieder ihr grünes Kleid. Die Menschen lockt es nun ins Freie und sie verbringen gerne die Abendstunden und Wochenenden in der Natur – wenn da nicht der Heuschnupfen wäre! Rund 16 % aller Deutschen leiden unter der Pollenallergie. Für die meisten Menschen ist nur eine nervige Angelegenheit, doch von Blasenschwäche Betroffene trifft es besonders hart. Sie fürchten oftmals bei jedem Niesen, unkontrolliert Harn zu verlieren. Dies kann so weit gehen, dass sie in der Pollenzeit Aufenthalte in der Natur möglichst vermeiden und sich bevorzugt in Innenräumen aufhalten. Doch mit ein paar Tipps und Tricks wird die Blütezeit auch für Menschen, die von der Blasenfunktionsstörung betroffen sind, wieder ein Genuss.

Zunächst ist es sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen, um genau zu bestimmen, bei welchen Gräsern und Pollen der eigene Körper überreagiert. Hat man den oder die Übeltäter ausfindig gemacht, hilft ein Pollenkalender, die Monate zu bestimmen, in denen man besonders gefährdet ist, Niesattacken und rote Augen zu erleiden. Besonders durch die Klimaerwärmung kann sich diese Zeit leicht bis in den Oktober hinein erstrecken.

Um die Wohnung möglichst pollenfrei zu halten, können Schutzgitter vor den Fenstern eine Hilfe sein. Diese verringern die Pollenbelastung, so dass auch Heuschnupfen-Geplagte unbedenklich lüften können. Auf dem Land sollte dies jedoch auf den Nachmittag oder Abend verlegt werden, da hier die Pollenkonzentration morgens am höchsten ist. In der Stadt ist genau das Gegenteil der Fall: Die Luft ist morgens noch am reinsten, weswegen man eher in den frühen Stunden für Frischluft sorgen sollte. Um möglichst wenig Pollen aufzuwirbeln, ist es zudem ratsam, die Wohnung regelmäßig zu saugen und zu wischen.

Im Hinblick auf Kleidung empfiehlt es sich, diese in der Pollenzeit nicht draußen trocknen zu lassen, damit sich Pollen gar nicht erst festsetzen können. Wer sich dazu noch abends seine Haare wäscht und duscht, sorgt für ein mehr oder weniger pollenfreies Bett.

Bei schwerwiegenden Symptomen und einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität kommen manchmal auch Medikamente zum Einsatz. Sogenannte Antihistaminika verhindern die Freisetzung des körpereigenen Botenstoffs Histamin, der für die allergischen Symptome verantwortlich ist, während Kortison-Präparate vorrangig die Entzündungen dämpfen.

Nicht zuletzt ist es für von Blasenschwäche Betroffene sinnvoll, besonders in der Hochphase ihrer Allergie auf qualitativ hochwerte Hilfsmittel zu achten. Diese bieten zusätzlich Sicherheit, wenn beim Niesanfall doch mal ungewollt Urin abgeht, so dass Ausflügen ins Grüne nichts mehr im Weg steht.

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