Gezieltes Blasentraining lindert Beschwerden

Menschen mit einer überaktiven Blase oder Dranginkontinenz leiden oftmals unter einem starken, nicht zu unterdrückenden Harndrang sowie häufigen Toilettengängen. Viele Betroffene trauen sich nur noch selten aus dem Haus, aus Angst, es nicht rechtzeitig zur Toilette zu schaffen. Dabei gibt es eine einfache und zugleich wirksame Methode, die Symptome der Blasenfunktionsstörung zu lindern.

Zu den gängigen Behandlungsmethoden bei Blasenschwäche gehört neben dem Beckenbodentraining auch das Blasentraining (ebenfalls als Toilettentraining bekannt). Hierbei sollen Betroffene durch gezieltes Training das Gefühl für ihre Blase wiedererlangen und so den Harndrang besser kontrollieren lernen.

Ein sogenanntes Miktionstagebuch, in dem die aufgenommene Trink- sowie die abgegebene Harnmenge über mehrere Tage dokumentiert wird, dient als Grundlage des Blasentrainings. Zudem ist es hilfreich, Angaben zu Essgewohnheiten sowie Medikamenteneinnahme zu vermerken. Das Miktionstagebuch gibt Aufschluss über das Trinkverhalten sowie die Häufigkeit der Toilettengänge und des ungewollten Harnabgangs.

Nach der Analyse des Miktionstagebuchs erhält der Betroffene einen Toilettenplan. Dieser beinhaltet festgelegte Zeitintervalle, in denen die Toilettenbesuche erfolgen sollen. Es wird versucht, den Harndrang zu unterdrücken und so die Abstände zwischen den einzelnen Toilettengängen langsam zu erhöhen. Die Übung unterstützt die Blase dabei, sich an einen Rhythmus und allmählich wieder an größere Füllmengen zu gewöhnen, sodass der Harndrang später einsetzt.

Häufige und vorbeugende Toilettenbesuche sollen durch den festgelegten Zeitplan vermieden werden, da diese die Symptome der Blasenschwäche verstärken können. Wird die Blase zu häufig entleert, wird sie darauf trainiert, schon bei geringer Füllmenge Harndrang zu melden. Für zusätzliche Sicherheit während des Blasentrainings können aufsaugende Hilfsmittel verwendet werden. Diskrete Einmalhosen wie die Seni Active eigenen sich besonders gut für das Training, da sie wie gewöhnliche Unterwäsche getragen werden können.

Grundsätzlich ist es ratsam, das Blasentraining nach Absprache mit einem Arzt durchzuführen, damit keine falschen Verhaltensweisen antrainiert werden. Zudem ist das Training nicht bei allen Formen von Blasenschwäche anwendbar und z. B. für Betroffene von Überlaufinkontinenz nicht geeignet.

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