Blasenschwäche aktiv entgegenwirken

Von Blasenschwäche Betroffene kennen sie zu genüge, die Probleme, die ein unkontrollierter Harnverlust mit sich bringt. Oft kreisen die Gedanken darum, welche Situation des unfreiwilligen Harnabgangs die nächste sei und ob dies unbemerkt bleiben wird. Diese Ängste sind verständlich, besser für das eigene Wohlbefinden ist es jedoch, aus der passiven Rolle herauszutreten und rein ins aktive Handeln zu kommen.

Es gibt eine Menge Tipps und Tricks, die den Alltag mit Blasenschwäche erleichtern und so zu mehr Lebensqualität verhelfen. Der Betroffene kann aus einem großen Fundus an Tipps zum Umgang mit Blasenschwäche wählen, die von Hinweisen zur richtigen Ernährung über bestimmte Trinkregeln bis hin zu Beckenbodenübungen reichen.

Zuerst ist es jedoch wichtig, sich vor Augen zu halten, dass man sich nicht dafür schämen muss, wenn man an Blasenschwäche leidet. Die Funktionsstörung der Blase ist kein persönliches Versagen und kann jeden treffen, daher gilt es stets, Achtung vor sich selbst zu haben und sich nicht zu verstecken. In Punkto Ernährung ist es wichtig, sich gesund und ausgewogen zu ernähren und dabei etwaiges Übergewicht abzubauen. Zudem sollte ausreichend getrunken werden: Mindestens 1,5-2 Liter pro Tagen unterstützen die Nieren und beugen Harnwegsinfektionen vor. Dabei ist es sinnvoll, bevorzugt auf Wasser und Säfte zurückzugreifen und harntreibende Getränke wie Kaffee, schwarzen Tee und Alkohol nur in Maßen zu genießen.

Ein wichtiger Baustein der Selbstfürsorge stellt außerdem das regelmäßige Ausüben von Sport dar. Hier empfehlen sich Ausdauersportarten wie Walken oder Schwimmen. Sportarten wie Joggen oder Tennis beanspruchen durch ihre ungleichförmigen Bewegungen den Beckenboden zu stark und sollten daher nicht zu oft ausgeübt werden. Sinnvoll ist es zudem, aktiv die Blase zu trainieren: Hier ist es zu Beginn hilfreich, ein Miktionsprotokoll zu führen, in dem Mahlzeiten, Trinkmenge sowie Situationen und Häufigkeit des kontrollierten wie auch unkontrollierten Harnabgangs eingetragen werden. Es sollte versucht werden, nicht jedem Harndrang sofort nachzugeben, sondern die Zeitspanne vom Auftreten des Harndrangs bis zum Aufsuchen einer Toilette schrittweise zu vergrößern.

Zusätzliche Beckenbodenübungen helfen, die Muskulatur des Unterleibs zu stärken und damit die Blasenschwäche zu lindern.

Nicht zuletzt ist es von Bedeutung, für einen guten inneren Ausgleich zu sorgen, kann Stress doch Blasenschwäche fördern. Hier empfiehlt es sich, kleine Pausen zum Durchatmen einzubauen oder auch Entspannungsverfahren wie Yoga und Pilates zu erlernen.

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