Warum Trinken im Alter wichtig ist

Wer eine schwache Blase hat, versucht oftmals die Trinkmenge zu reduzieren, um ständigen Harndrang zu vermeiden oder keinen Urin zu verlieren. Dieses Verhalten ist jedoch nicht gesund und kann die Symptome von Blasenschwäche obendrein verstärken. Die Nieren werden nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt und ein hochkonzentrierter Urin produziert, welcher die Blase zusätzlich reizt. Gerade bei älteren Menschen sollte auf eine adäquate Flüssigzufuhr geachtet werden, da diese das Trinken oftmals vergessen oder vernachlässigen. Zudem nimmt das Durstempfinden im Alter ab, sodass der Flüssigkeitsmangel verzögert wahrgenommen wird. Mangelnde Gewohnheit, Angst vor nächtlichen Toilettengängen, Blasenschwäche oder Prostataleiden können zusätzliche Trinkhemmnisse darstellen.

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt gesunden, älteren Menschen eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von rund 2,25 Litern. Davon sollten 1,5 Liter über Getränke, die restliche Menge über die Nahrung aufgenommen werden. Da der Flüssigkeitsverlust bei Blasenschwäche höher ist, muss hier die Trinkmenge entsprechend angepasst werden. Ist die tägliche Trinkmenge zu gering, hat dies einen großen Einfluss auf den Gesundheitszustand. Eine nicht ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann u. a. zu trockener Haut, Kopfschmerzen sowie Nieren- und Harnwegsinfekten führen. Um dem entgegenzuwirken, sollte man kleine „Trinkrituale“, wie z.B. ein Glas Wasser am Morgen, einführen. Pflegende Angehörige können vermehrt an das Trinken erinnern und verschiedene Getränke anbieten. Um nächtliche Toilettengänge zu minimieren, sollte kurz vor dem Zubettgehen nichts mehr getrunken werden.

Auch die Wahl des richtigen Getränks ist entscheidend. So sollten harntreibende Getränke wie z. B. Kaffee und schwarzer Tee nur in Maßen getrunken werden, da das enthaltene Koffein die Geschwindigkeit der Harnproduktion in den Nieren erhöht. Stark säure- und zuckerhaltige Getränke können zu Reizungen der Blase führen. Ideal bei Blasenschwäche ist Wasser mit wenig Kohlensäure. Wer etwas Geschmack lieber hat, kann auf selbstgemachte Schorlen oder koffeinfreien Rooibis (Rotbuschtee) zurückgreifen.

 

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