Blasenschwäche-Vorbereitungen auf dem Weg zur Behandlung

Ist man das erste Mal mit Blasenschwäche konfrontiert, so kostet es Überwindung, sich in Behandlung zu begeben. Die Blasenfunktionsstörung ist leider immer noch tabubehaftet und die Angst vor unsensiblen Reaktionen der Umwelt groß. Hat man den Mut gefasst und möchte aktiv das Problem angehen, so stellt sich als erstes die Frage, an wen man sich vertrauensvoll wenden kann. Hier ist es zweitrangig, ob man für das Erstgespräch den Hausarzt, den geschätzten Apotheker oder eine Fachkraft eines bekannten Sanitätshauses wählt. Sie sind alle Profis auf dem Gebiet und können als Vertrauensperson dienen. Der Fachmann wird das Problem vertraulich und diskret behandeln und dem Betroffenen erste Unsicherheiten nehmen, indem er ihm versichert, dass Blasenschwäche eine weitverbreitete Störung ist.

Das Wissen, nicht alleine betroffen zu sein, beruhigt und gibt Mut für weitere Schritte. Auch die Tatsache, dass Blasenschwäche gut behandelbar ist und eine große Palette an Hilfsmitteln zur Verfügung steht, die den Alltag erleichtern und eine Teilhabe an gesellschaftlichen Aktivitäten wie Kino oder Theater, aber auch an Sport und Reisen ermöglichen, gibt Zuversicht. Damit sich der Arzt oder Apotheker ein genaues Bild davon machen kann, unter welcher Form der Blasenschwäche der Betroffene leidet und welchen Schweregrad sie hat, ist eine gewisse Vorbereitung vor dem Erstgespräch sinnvoll. Hier ist es wichtig, Informationen über Trinkverhalten und unfreiwilligen Harnverlust zu sammeln. Bewährt hat sich dabei ein sogenanntes Miktionsprotokoll. Über einen Zeitraum von mehreren Tagen werden die tägliche Trinkmenge sowie Häufigkeit und Situationen des unkontrollierten Harnabgangs notiert. Dabei sollten die Flüssigkeitsaufnahme sowie -abgabe gemessen und in Milliliter angegeben werden. Ob ein solches Protokoll analog per Zettel und Stift oder digital erfolgt, ist dem Betroffenen selbst überlassen. Bevorzugt er die digitale Bearbeitung und Speicherung seiner Daten, so kann er diese auch in Form einer App verwalten. Manche Hersteller von Inkontinenz-Produkten bieten extra Miktionsprotoll-Apps als Serviceleistung für Betroffene an.

Die aktive Auseinandersetzung mit der Situation liefert den Fachleuten wichtige Erkenntnisse und stärkt den Betroffenen zudem im Umgang mit selbiger. Hat das Erstgespräch stattgefunden und wurden die gesammelten Informationen durch den Fachmann ausgewertet, so kann dieser die ersten Schritte zur Behandlung und Pflege einleiten und an einen spezialisierten Facharzt überweisen.

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